Stefan Pendl zeigt beim Dublin Marathon Durchhaltevermögen
Jedes Jahr sucht sich Stefan Pendl einen Marathon aus, auf den er sich gezielt vorbereitet. Heuer führte es den Spitzenläufer und Obmann des Vereins Leichtathletik Mittelburgenland (LMB) zum 45. Dublin Marathon. Doch stürmischer Wind, zeitweiser Regen und Kälte machten den Wettkampf zu einer besonderen Herausforderung.
Bis Kilometer 34 war Pendl noch auf Kurs für eine Zielzeit zwischen 3:15 und 3:20 Stunden. Dann nahm das Rennen eine unerwartete Wendung: Ab Kilometer 35 machten beide Beine zu. Der erfahrene Läufer musste sein Tempo deutlich reduzieren und Teile der verbleibenden Strecke gehend zurücklegen. Mit viel Durchhaltevermögen erreichte er schließlich nach 3:55:57 Stunden das Ziel und belegte Rang 281 in der Altersklasse M55.
„Es war leider nicht mein Tag. Am Ende war ich froh, dass ich noch gehen konnte und das Ziel erreicht habe“, berichtet Pendl. Entsprechend fällt sein persönliches Fazit mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus: Die erhoffte Zeit blieb außer Reichweite, den Marathon brachte er trotz aller Schwierigkeiten zu Ende.
Unterstützung erhielt er von seiner Frau Elisabeth, die ihn nach Dublin begleitete und vor Ort kräftig anfeuerte. Auch zu Hause fieberte die LMB- Vereinsgemeinschaft mit: Der ganze Verein dachte an seinen Obmann und drückte ihm die Daumen.
Auch wenn das Rennen anders verlief als geplant, zeigte Pendl eindrucksvoll, wie viel Ausdauer und Willenskraft in ihm stecken. Seine Vereinskolleginnen und Vereinskollegen gratulieren ihm herzlich zu seinem Finish unter schwierigen Bedingungen.