Drei LMB-Athleten meistern Extremrennen über 530 Kilometer
Die drei Athleten des Leichtathletik Mittelburgenland stellten sich beim „Seven Serpents Quickbite“ einer außergewöhnlichen Extremherausforderung. Das Ultra-Gravelrennen führte über rund 530 Kilometer und mehr als 10.000 Höhenmeter quer durch Slowenien, Kroatien und Italien bis ins Ziel nach Triest. Gefahren wurde großteils auf Schotterstraßen, unbefestigten Wegen und extrem steilen Anstiegen mit über 20 Prozent Steigung – und das innerhalb von nur vier Tagen.
Für Manuel Grafl war es das erste Unsupported-Ultrarennen seiner Karriere. Bereits vor einem Jahr fasste er den Entschluss, sich dieser Herausforderung zu stellen. Besonders wichtig war ihm dabei, das Abenteuer in seiner ursprünglichsten Form zu erleben: alleine, ohne fremde Hilfe und vollkommen auf sich selbst gestellt.
Die Strecke verlangte Manuel sowohl körperlich als auch mental alles ab. Schlafmangel, Erschöpfung und technische Passagen brachten ihn immer wieder an seine Grenzen. Dennoch kämpfte er sich mit großem Ehrgeiz durch die drei Länder und erreichte nach starken 61 Stunden und 15 Minuten das Ziel in Triest. Mit Platz 66 feierte er ein beeindruckendes Debüt auf der Ultra-Distanz.
„Ich habe in diesen Tagen viele Höhen und Tiefen erlebt und dabei neue persönliche Grenzen kennengelernt“, resümierte Grafl nach dem Rennen dankbar.
Auch Paul Mayerhofer-Pogats und Josef Horvath wagten sich erstmals an ein derartiges Rennen. Die beiden gingen als Duo-Team an den Start und entschieden sich bewusst für einen etwas entspannteren Zugang. Für sie stand neben der sportlichen Leistung vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt.
Die beeindruckende Landschaft entlang der Strecke, malerische Buchten, abgelegene kleine Dörfer und unzählige besondere Eindrücke machten das Rennen für die beiden zu einem unvergesslich schönen Abenteuer. Trotz vieler anstrengender Stunden im Sattel überwog für beide vor allem eines: die Freude am gemeinsamen Erlebnis. Nach 88 Stunden und 55 Minuten erreichten auch sie erfolgreich das Ziel in Triest und belegten unter allen Teams die Plätze 33 und 34.
Besonders emotional wurde es im Ziel, als die Frau von Paul Mayerhofer-Pogats sowie die Obmann-Stellvertreterin des LMB die beiden Athleten empfingen. Ein Moment, der die Strapazen der vergangenen Tage schnell vergessen ließ und die Freude über das gemeinsam Erreichte perfekt machte.